Vorstellung des Kandidaten

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Landkreis Giessen 21.03.2014
Andreas Viertelhausen will Bürgermeister werden

POHLHEIM - (ww). Ein Mann aus Hüttenberg, der Zahlen und der Juristerei wie der Noch-Amtsinhaber Karl Heinz Schäfer wirft in Pohlheim seinen Hut in den Ring. Der heute in Wetzlar lebende Dr. jur. Andreas Viertelhausen tritt für die Freien Wähler in Pohlheim als Kandidat zur Bürgermeisterwahl am 28. September an. Der FW-Vorsitzende Andreas Schuch und der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, Klaus Sommer, stellten den 41-jährigen Hüttenberger in der Holzheimer Sportheim-Gaststätte vor. Er war in einem Bürgermeister-Casting der Freien Wähler im Kreis bestimmt und am vergangenen Mittwoch von der Mitgliederversammlung der Pohlheimer Freien Wähler als Kandidat bestätigt worden.

Viertelhausen ist Kreistagsmitglied der Freien Wähler im Lahn-Dill-Kreis. Er ist verheiratet. Der 41-Jährige absolvierte in Wetzlar das Abitur. Nach dem Wehrdienst studierte er erfolgreich Rechtswissenschaften in Gießen. Er promovierte und war kurze Zeit als Fachanwalt für Steuerrecht in Herborn tätig, bevor es ihn in den öffentlichen Dienst als Beamter zog. Er arbeitet seit 2000 unter anderem als Steuerfahnder und Bankenprüfer bei Finanzbehörden. Derzeit ist er in Wiesbaden in einem Finanzamt tätig. Er ist seit 2000 Vorsitzender der DRLG Wetzlar mit ihren 1200 Mitgliedern und ist dort auch als Trainer tätig, genauso wie seine Frau Claudia. Viertelhausen wurde bereits der Landesehrenbrief verliehen. Seit 1995 ist er Mitglied der Freien Wähler, zunächst in Hüttenberg, heute in Wetzlar. Er war in der Gemeindevertretung Hüttenberg tätig und ist seit 1999 Vorstandsmitglied des FW-Kreisverbandes Lahn-Dill. Seit 2004 bis heute ist der Regierungsoberrat Stadtverordneter in Wetzlar, aktuell Vertreter des Stadtverordnetenvorstehers und FW-Fraktionsvorsitzender.

Als Gastdozent tätig

Seit 1999 veröffentlicht er in juristischen Fachzeitschriften. Er ist seit 2002 Gastdozent an der Bundesfinanzakademie in Brühl und seit 2010 ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht Gießen.
Ab 9. April gibt es Informationen über ihn im Internet unter der Internetadresse www.andreas-viertelhausen.de.
Gleich gestern Abend stellte sich Viertelhausen in Pohlheim den Stadtverordneten vor, die ihre Sitzung in Grüningen hatten. Heute wird er dem Musikzug in Holzheim zum Frühlingskonzert seine Aufwartung machen. Die erste offizielle Vorstellung findet am 9. April öffentlich im Saal der Pizzeria „Da Giovanni“ in Garbenteich ab 19.30 Uhr statt.
Nach Udo Schöffmann (CDU) und Karl-Rainer Philipp (SPD) ist Viertelhausen (FW) der dritte Kandidat für die Bürgermeisterwahl in der größten Stadt im Landkreis. Eine Stichwahl wird damit in Pohlheim immer wahrscheinlicher. Der derzeitige Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer (SPD) hatte nach drei Wahlperioden angekündigt, nicht mehr antreten zu wollen. Bis zum Donnerstag, 24. Juli, können sich noch Bewerber anmelden.


Viertelhausen war zum Bürgermeister-Casting der Freien Wähler im Kreis angetreten und hatte sich gleich unter sieben anderen für Pohlheim in die engere Auswahl gezogenen Bewerbern hervorgehoben, betonte Klaus Sommer, der maßgeblich am Casting beteiligt war. Viertelhausen sei dann in der Mitgliederversammlung am Mittwoch „mit 100 Prozent Zustimmung“ gewählt worden. Nach 20 Jahren sei er der zweite Kandidat den die Pohlheimer Freien Wähler ins Rennen schickten. 1996 war Karl Reinhard Philipp einer der Kandidaten, die gegen den heutigen Amtsinhaber Karl Heinz Schäfer damals antraten. Andreas Schuch meinte im Rahmen der Vorstellung: „Der Spannungsbogen war schon kurz vorm Reißen. Uns hat man immer wieder die Frage gestellt, wer wird es werden. Wir haben jetzt mit einem guten Kandidaten das ambitionierte Ziel, zu gewinnen.“


„Ich will gestalten“


Kandidat Viertelhausen betonte, dass er sich beworben habe, weil er gestalten wolle. In der Kommunalpolitik gebe es mehr Spielräume als in einer Veraltungshierarchie. Er habe beim Hüttenberger Bürgermeister Hans Schmidt bereits als Praktikant in die Politik hinein geschnuppert und sei dabei geblieben. Er denkt, dass seine juristischen Kenntnisse sowie das Wissen um Bilanzen „keine schlechten Eingangsvoraussetzungen“ für die Position darstellen. Er habe sich natürlich mit Pohlheim vertraut gemacht und kritisierte gleich die Informationen auf der Internetseite. Wer in der Stadt am Limes wohnen wolle, finde direkt keine Informationen über Bauplätze und für Gewerbetreibende werde immer noch die Ansiedlung rund um das Schlecker-Zentrallager empfohlen, das lange nicht mehr existiere. Erwolle Pohlheim für Neuansiedlungen attraktiv machen, was auf der Homepage der Stadt anfange.
Dem amtierenden Bürgermeister stellte der FW-Kandidat in Sachen Finanzen ein gutes Zeugnis aus. Im Vergleich zu Wetzlar seien Pohlheims Altschulden von 20 Millionen Euro minimal. „Die finanzielle Situation stelle sich gar nicht schlecht dar.“ Dennoch müsse auf die Kostenseite geachtet werden: „Wenn ich Schlaglöchern eine Zeit lang zuschaue, dann wird das teuer, weil eine grundhafte Sanierung nötig ist.“ Für die Stadtteile seien minimale Voraussetzungen ein kleiner Lebensmittelmarkt, ein Arzt und ein Verwaltungsstelle, die auch mobil sein darf. Selbst DLRG-Vorsitzender weiß er um das Gewicht des Ehrenamtes: „Was ehramtlich bewältigt wird, nimmt Lasten ab.“ Viertelhausen weiß, dass er jetzt hart arbeiten muss, um in Pohlheim bekannt zu werden. Das will er mit Hausbesuchen erreichen. Wer mit ihm ins Gespräch kommen möchte, kann ihn unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. erreichen. Er will als Freier Wähler ein Bürgermeister für alle Pohlheimer sein.


 Gießener Allgemeine

Dr. Andreas Viertelhausen FW-Kandidat in Pohlheim  

Pohlheim (agl). Nun haben auch die Freien Wähler einen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 28. September
nominiert: Dr. Andreas Viertelhausen stellt sich dem Wettbewerb mit Udo Schöffmann (CDU), Karl-Rainer Philipp (SPD) und womöglich einem oder mehreren weiteren Kandidaten.

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FW-Vorsitzender Andreas Schuch (l.) und Vize Klaus Sommer (r.) präsentieren den Kandidaten der Freien Wähler, Dr. Andreas Viertelhausen; neben ihm seine Ehefrau Claudia.

Am Mittwochabend bereits hatten die Freien Wähler ihre Mitgliederversammlung, in der Viertelhausen mit 100 Prozent der Stimmen aufgestellt wurde. Mit dem Information der Öffentlichkeit mochten die FW jedoch bis zum gestrigen Freitag warten. In einem Pressegespräch in der »Taverne Saloniki« in Holzheim präsentierte der Vorstand um Andreas Schuch und Klaus Sommer den 41-Jährigen, der in Hüttenberg aufgewachsen ist und derzeit in Wetzlar lebt.
Viertelhausen wurde in Gießen geboren, besuchte die Grundschule in Rechtenbach, später die Schwingbachschule und im Anschluss die Wetzlarer Goetheschule. Nach der Bundeswehr nahm er sein Jurastudium in Gießen auf, 1999 promovierte er. Sein Referendariat absolvierte der frisch gekürte Bürgermeisterkandidat in den Jahren 1998 bis 2000 in Limburg, Wetzlar und Gießen. Er arbeitete in einer Herborner Anwaltskanzlei, wechselte in die Finanzverwaltung, war in Finanzämtern in Gießen, Wetzlar und Frankfurt beschäftigt. Seit 2012 arbeitet er beim Finanzamt Wiesbaden II.
»Vorteil, von außen zu kommen«

Sein kommunalpolitisches Engagement reicht bis 1995 zurück. Damals, mit Anfang 20, schloss er sich den Hüttenberger Freien Wählern an, wechselte dann zum Stadtverband Wetzlar. Ein Praktikum in der Hüttenberger Gemeindeverwaltung leistete er noch unter Bürgermeister Hans Schmidt (FW) ab. Von 1998 bis 2000 saß Viertelhausen in der Gemeindevertretung, er gehört seit 1999 dem Vorstand des FW-Kreisverbandes Lahn-Dill an, seit 2004 engagiert er sich als Stadtverordneter in Wetzlar, ist aktuell Mitglied in Ausschüssen, Kommissionen und Beiräten. Seit dem vergangenen Jahr gehört der Jurist auch dem Kreistag an. Viertelhausen ist verheiratet, er engagiert sich seit mehr als 20 Jahren im DLRG-Vorstand. 2010 hat er den Landesehrenbrief erhalten. Der FW-Kandidat ist Gastdozent an der Bundesfinanzakademie in Brühl und ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht Gießen.
FW-Vorsitzender Schuch verwies am Freitag darauf, dass die Freien Wähler letztmals 1996 einen eigenen Kandidaten für eine Bürgermeisterwahl aufgestellt hatten – damals hieß der Bewerber Karl-Reinhard Philipp. Viertelhausen sei beim gemeinsamen Kandidaten-Casting der Freien Wähler für die Wahlen in Buseck, Pohlheim und Wettenberg (die Gießener Allgemeine Zeitung berichtete) der erste Bewerber gewesen, blickte Klaus Sommer zurück. 18 habe es insgesamt gegeben.
Am heutigen Samstag wollen die Freien Wähler ihrem Kandidaten schon mal Holzheim zeigen, das Konzert des Musikzugs wird sein erster Termin sein. In den nächsten Monaten werde er die Gespräche mit Vereinen und Organisationen suchen, zudem von Haustür zu Haustür gehen, kündigte der Kandidat an. »Ja, ich sehe es als Vorteil an, von außerhalb zu kommen«, sagte Viertelhausen auf Nachfrage. Zum einen komme er aus der Nähe, zum anderen könne er unvoreingenommen an die Aufgaben herangehen und den Schwerpunkt auf die Sachpolitik legen, warb der 41-Jährige für sich. Von Vorteil sei außerdem seine Erfahrung als Jurist und in der Finanzverwaltung. »Ich kann mit einem Haushalt etwas anfangen.« Und er habe eine intensive Beziehung zum Ehrenamt; das sei gut so, denn schließlich gebe es in Pohlheim viele Vereine.
Viertelhausen legt Wert auf die Attraktivität der Stadt für Neuansiedlungen von Gewerbe und Bürgern. Am Herzen liege ihm außerdem die Nahversorgung. »Kein Stadtteil soll das Gefühl haben, abgekoppelt zu werden.« Wichtig sei nicht minder die Versorgung mit schnellem Internet. Die Finanzen will er sich genau anschauen. Pohlheim weise einen ausgeglichenen Haushalt auf, eine solide Finanzpolitik sei wesentlich, notwendige Ausgaben gelte es im Blick zu behalten.
Die Auftaktveranstaltung seines Bürgermeisterwahlkampfes ist für Mittwoch,
9. April, in der Pizzeria »Da Giovanni« in Garbenteich vorgesehen.  

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